23.09.2022 – Was soll eine „Digital Health Ausbildung“ vermitteln?

In unserem Verein DIG-in-Health www.dig-in-health.eu präsentieren und diskutieren wir regelmässig Themen, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung im Gesundheitsbereich befassen. Digital Health Ausbildungen entstehen derzeit an vielen Stellen und wir wollen uns in unserem AK „Capabilities“, den ich leite, einmal genauer ansehen, was eine solche Ausbildung vermitteln soll, was sich die Student*innen erhoffen und was potentielle Arbeitgeber von den Absolvent*innen erwarten. Anbei die Einladung an die Vereinsmitglieder*innen und potentiellen Interessent*innen. Bitte sprechen Sie mich gerne an, wenn auch Sie Interesse an Veranstaltungen unseres Vereins haben:

Bei unserem dritten Treffen in diesem Jahr des Capability-AK am 23.09 (13.30 – 17.00h), wollen wir uns die Ziele, Erwartungen und mögliche Qualitätskriterien von Digital-Health Studiengängen etwas genauer ansehen. Wieviel „digital“ und wieviel „health“ sollen sie enthalten? Wer sind die Adressaten und was erwarten potentielle Arbeitgeber von den Absolvent*innen? Ich rechne mit ca. 20-25 Teilnehmer*innen. Als vorläufige Agenda dieser Zoom-Veranstaltung haben wir dazu geplant:

  • Entstehung und Rahmen von Digital Health Studiengängen
  • Praxisbeispiel Köln (https://www.eufh.de/bachelor/digital-health-management)
  • Praxisbeispiele Bochum (u.a. https://medecon.ruhr/projekte/digital-health-academy-ruhr/)
  • Persönliche Motivationen von Absolvent*innen (2 Student*innen)
  • Erwartungen von potentiellen Arbeitgebern (4 Vertreter*innen aus Pharma, ICT, Krankenhaus, Krankenkasse…)
  • Anforderungen und Perspektiven des Berufsbilds (Themenrunden): Karriereoptionen, Image des Studiums, Zielgruppen und Interessenten, interprofessionelles Arbeiten, Change Management… (offene Diskussion)
  • Weitere Aktivitäten des Vereins: z.B. Positionspapier zu (Mindest-) standards für digitale Ausbildungen, Bestandsaufnahme von aktuellen Ausbildungen….

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch bei dieser Veranstaltung mit Ihrem Input und Ihren Ideen unterstützen! Bitte geben Sie uns eine kurze Rückmeldung, ob Sie eine Teilnahme einplanen.

Anbei noch eine Abschlussbemerkung. Ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos. Wir leben aber von den Mitgliedsbeiträgen – oder etwas anders gesagt: Für Mitglieder*innen des Vereins sind alle unsere Veranstaltungen kostenlos! 😉  Sprechen Sie mich bitte gerne dazu an!!


Lutz Groh
(Geschäftsführer DIG-in-HEALTH, Dr. Lutz Groh +49 15205228315)

Buch zur „Zukunft der Arbeit“ (BMC-Schriftenreihe) erschienen

Amelung_Zukunft_der_Arbeit

Dieses kostenlose E-Book-Buch möchte ich Euch gerne weiterleiten, insb. das Kapitel 4 über die veränderten Berufsbilder (S. 247 – 316). Bei den Berufsbildern interessiert mich aktuell, inwieweit der Arzt in Richtung Gesundheitscoaching, z.B. durch „Interpretation“ digitaler Daten gehen wird und zum anderen, ob es in Europa mittelfristig auch einen Homecare-Bereich wie in den USA geben wird, der ja über die ambulante Pflege weit hinaus geht. All dies müsste aber m.E. durch zumindest drei übergreifende Rahmenbedingungen unterstützt werden:

  1. Interprofessionelle Zusammenarbeit: hier bestehen noch grosse Hürden durch unzeitgemässes Statusdenken, aber auch inkompatible mentale Modelle. z.B. digitale Selbstoptimierung vs. „Ganzheitlichkeit“
  2. Schnittstellenmanagement: hier gibt es zwar Ansätze z.B. im case management, verschiedener Lotsenberufe oder einer integrierten Versorgung, die bisher m.E. aber bestenfalls als ergänzende und unterstützende Funktionen gesehen wurden. Auch virtuelle digitale Assistenzsysteme könnten hier in eine Gatekeeper-Rolle kommen.
  3. Die neue aktive Rolle des Patienten, der als Kunde, Bürger, Citizen eigenverantwortlich und kompetent seine Gesundheit dauerhaft zu erhalten versucht. Das wird u.a. durch digitale Technologien möglich und die Gesundheitsberufe werden sich hier positionieren müssen. Dies kann anfangen von einer urtümlichen Rolle als „Heiler“, über die Spezialisierung/ Professionalisierung (z.B. Bachelor für Krankenpflege) bis hin zu einem klaren Serviceverhältnis, bei dem der Arzt seine Kunden höflich fragt, wann er sie in seiner Praxis wieder begrüssen darf…..

Ich hoffe, Ihr findet auch ein paar geeignete Beiträge. Viel Spass beim Lesen und Stöbern!!

Armut und Gesundheit nach der Digitalisierung

Die Zusammenhänge von Armut und Gesundheit werden gerade jetzt in der Corona-Krise besonders deutlich. In einem internationalen Fachgespräch des ifz-Salzburg haben wir auch die vielfältigen digitalen Aspekte des Themas diskutiert:

  • Gibt es ein neues Datenprekariat, das seine Gesundheitsdaten aus materieller Armut zur Verfügung stellen muss?
  • Werden Gesundheitsdaten in Zukunft so wertvoll, dass sie dazu beitragen können, Armut zu verringern?
  • Soll unter sozialethischen Gesichtspunkten die Speicherung, Nutzung und Sicherung von Gesundheitsdaten allein in öffentlich kontrollierten Institutionen erfolgen (citizen control)?

Den Bericht von der Veranstaltung des ifz finden Sie hier

Ärztefortbildung in Wien

Verschiebung auf 28.Januar 2023 bedingt durch die Coronakrise!

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Wie werden sich ÄrztInnen in der digitalen Welt verändern? Dazu erproben wir in Zusammenarbeit mit der Wiener Ärztekammer erstmals ein innovatives Format:

„Ärztliches Selbstverständnis im Spiegel sich ändernder Anforderungen“  

Digitale Technologien werden die Therapiemöglichkeiten, die Erwartungen, aber auch das berufliche Selbstbild von Ärztinnen grundlegend verändern. „Kollege Dr. Google“ macht heute schon Millionen von „Überweisungen“ weltweit, nicht immer zur Freude der realen KollegInnen. Durch neue Möglichkeiten, insbesondere bei Diagnose, Prävention und Anamnese entstehen aber auch Chancen, wie ÄrztInnen die gewonnene Zeit für ein intensiveres und massgeschneidertes Gesundheitscoaching nutzen können.

Im Rahmen der Wiener Ärztekammer habe ich hierzu zusammen mit der Wiener Lehrsupervisorin und Seminarleiterin für Supervision und Coaching im ÖAGG Elisabeth Alder und Univ. Prof. DDr. Thomas Lion, Ärztlicher Direktor Labdia Labordiagnostik GmbH, Leiter Molekulare Mikrobiologie, CCRI des St. Anna Kinderspitals in Wien erstmalig eine gezielte Fortbildung entwickelt:

28.01.2023 „Ärztliches Selbstverständnis im Spiegel sich ändernder Anforderungen“
Zeit: 09.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Ort: Ärztekammer für Wien, 1. Stock, Veranstaltungszentrum, Weihburggasse 10-12, 1010 Wien, Österreich (voraussichtlich)
Anmeldung: Referat für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer für Wien,
E-Mail: fortbildung@aekwien.at, Fax: 01/512 60 23-1243

https://www.yumpu.com/de/document/read/63015277/fortbildungsprogramm-arztekammer-fur-wien-sommersemester-2020

Schwerpunkte sind:

  • Die gewandelten Anforderungen und das neue Selbstverständnis von Ärztinnen mit Fokus auf Salutogenese und digitaler Medizin
  • Absehbare Entwicklungen, die den neuen digital geprägten Gesundheitsbereich in Zukunft verändern werden
  • Konkrete Möglichkeiten, wie Ärztinnen und Ärzte diese Veränderungen als Chance für sich nutzen können

Eine Teilnahme, auch für interessierte ÄrztInnen, die nicht aus Wien kommen, ist grundsätzlich möglich. Da es die erste Veranstaltung dieser Art ist, die wir hier erproben wollen, bin ich für Ihre Hinweise unter meiner E-Mailadresse besonders dankbar. Sprechen Sie mich auch gerne bei Fragen an.

Anbei auch der Link meiner Kollegin Elisabeth Alder zu der Veranstaltung https://alderconsult.wordpress.com/arztliches-selbstverstandnis-im-spiegel-sich-andernder-anforderungen/

Ergebnisse „INNOlab 2019“, Bochum 10.-11.09.2019

Rund um die Themen Bildung/Arbeit, Gesundheit/Versorgung und Lebensräume gab INNOlab Einblicke in aktuelle Projekte und Experimentierräume der Gesundheitswirtschaft. Immer mit dem Ziel, Zusammenarbeit zwischen Disziplinen, Berufen, Sektoren, Branchen und Lebenswelten anzustoßen und konkret voranzubringen.

Hier war ich aktiv an der Gestaltung des Programmes mit mehreren Moderationen eingebunden. Ich würde mich freuen, Sie auch im Rahmen des nächsten INNOlabs vom 15.-16.09.2020 kennenzulernen oder wiederzusehen.
Ergebnisse und Informationen unter: https://www.innolab-bochum.de/